Bildung muss im Zentrum jeder Wiederaufbauarbeit stehen. Wenn Krieg Schulen und Bildungsstrukturen vernichtet hat, wird den Kindern jede Möglichkeit genommen, ihr Leben – nicht nur ihre Existenz – langfristig selbstverantwortlich in die Hand zu nehmen und die Zukunft ihres Landes aktiv zu gestalten. Kinder sind die Zukunft. Was sich bei uns mitunter platt anhört, ist in Afghanistan existentiell spürbar: Dreißig Jahre Krieg haben mehr als eine verlorene Generation hervor gebracht. Die Rate der Illiterates liegt landesweit geschätzt bei über 65 % – in Kabul und den anderen größeren Städten sei die Rate nicht so hoch, meinen Einheimische. Auf dem Land, in den rural areas liegt sie weit darüber.

Mittlerweile besuchen in Afghanistan so viele Kinder wie noch nie zuvor eine Schule. Überall im Land wird versucht, Schulen neu aufzubauen. An den Lehrerausbildungszentren werden viele neue Lehrerinnen und Lehrer ausgebaut, auf administrativer Ebene entstehen neue Strukturen und Lehrpläne.

Im Rahmen der von Deutschland unterstützten Aufbauprojekte in der Entwicklungszusammenarbeit mit der afghanischen Regierung werden ganz praktisch und konkret auch drei weiterführende Schulen in Kabul zu Modellschulen ausgebaut. Die Infrastruktur wird verbessert, die Schulen werden für einen Ganztagsbetrieb ausgebaut. Auch die Lehrerinnen und Lehrer der naturwissenschaftlichen Fächer werden trainiert, dasselbe gilt für Mathematik, Englisch und Deutsch.

Der Krieg hat dazu geführt, dass die Möglichkeiten und Erfahrungen der afghanischen Kolleginnen und Kollegen sehr verschieden sind. Was sie vereint, ist der Wille zu lernen, ihr eigenes unterrichtliches Handeln zu überdenken und weiter zu entwickeln.

Hier setzt das Projekt an, das von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisiert wird, und für das ich arbeite.

Für weitere Informationen:

https://www.giz.de/de/weltweit/358.html

http://www.ez-afghanistan.de/de/project/schulf%C3%B6rderung-afghanistan-%E2%80%93-f%C3%BCr-einen-besseren-unterricht?pnid=128